Das Gesundheitsziel 7 wird vorrangig vom Institut Suchtprävention verfolgt. Zum Thema Tabak und Rauchen wurde im Jahr 2014 eine Arbeitsgruppe im IGP gegründet. Ziele der Arbeitsgruppe war es, Handlungsempfehlungen auszuarbeiten, die dazu beitragen sollen, dass Kinder und Jugendliche in Oberösterreich erst gar nicht mit dem Rauchen beginnen. Die Arbeitsgruppe hat insgesamt zehn Handlungsempfehlungen entwickelt, die sowohl auf der Verhältnisebene  als auch auf der Verhaltensebene angesiedelt sind. Sie betreffen die Bereiche Verfügbarkeit von Tabakwaren, rauchfreie Umgebung und Suchpräventionsprogramme. Gemeinsam wurde für jede Handlungsempfehlung eine Einschätzung des Aufwands vorgenommen und konkrete erste Umsetzungsschritte festgelegt. Damit die Umsetzung der Handlungsempfehlungen überprüft und abgestimmt werden kann, wurde im Frühjahr 2017 eine Koordinierungsgruppe eingerichtet. Die Koordinierungsgruppe tritt zweimal jährlich zusammen.

 

Um einen Überblick über die aktuellen Wirkungsbereiche der oberösterreichischen MultiplikatorInnen in der Suchtprävention zu bekommen, hat das IGP in Kooperation mit dem Institut Suchtprävention im November/Dezember 2015 eine Befragung jener vorgenommen. Die Befragung der MultiplikatorInnen fand nach 2012 bereits zum zweiten Mal statt und ist Teil des Monitorings des Gesundheitsziels 7.


Derzeitiger Stand:

Teilziel „Bis 2020 wird die Anzahl der mit suchtpräventiven Maßnahmen erreichten OberösterreicherInnen von derzeit rund 80.000 auf 150.000 jährlich gesteigert.“: Wie bereits bei der Erstbefragung im Jahr 2012 erreicht ein/e befragte/r MultiplikatorIn im Jahr 2015 durchschnittlich (Median) 30 Personen pro Jahr. In Summe haben die befragten 514 MultiplikatorInnen, die innerhalb der letzten 12 Monate suchtpräventiv aktiv waren, im Jahr 2015 42.209 Personen direkt erreicht (Jahr 2012: 406 befragte MultiplikatorInnen, 40.161 erreichte Personen).

 

Im Vergleich zu den Ergebnissen aus der MultiplikatorInnenbefragung 2012 gibt es 2015 leichte Veränderungen hinsichtlich des Alters der erreichten Zielgruppen: Im Jahr 2015 macht der Anteil der 13- bis 18-Jährigen, der von befragten MultiplikatorInnen direkt suchtpräventiv erreicht wurden, 44 Prozent aus (2012: 56%). Umgekehrt hat der Anteil der erreichten Personen über 18 Jahre von 22 Prozent im Jahr 2012 auf 36 Prozent im Jahr 2015 zugenommen. Nahezu unverändert ist der Anteil der erreichten Zielgruppe bei den unter 13-Jährigen mit 20 Prozent (2012: 22%).

 

Hochgerechnte werden derzeit zwischen 100.000 und 120.000 Personen in Oberösterreich im Jahr mit suchtpräventiven Maßnahmen erreicht.

 

Teilziel "Bis 2020 wird die Anzahl der mit alkoholspezifischen Präventionsmaßnahmen erreichten oberösterreichischen Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren von derzeit rund 3.000 auf 5.000 jährlich gesteigert.“: Im Jahr 2016 wurden 4.029 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren mit alkoholspezifischen Präventionsmaßnahmen des Instituts Suchtprävention erreicht (Quelle: Jahresbericht des Instituts Suchtprävention).

 

Teilziel „Bis 2020 wird der Anteil der oberösterreichischen 15- bis 19-Jährigen, die täglich rauchen, von derzeit rund 35 Prozent auf höchstens 20 Prozent gesenkt.“ Der Anteil der täglichen RaucherInnen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren liegt in Oberösterreich derzeit bei 34 Prozent und ist leicht rückläufig (2009: 37%) (Quelle: Institut Suchtprävention: OÖ Drogenmonitoring 2015).

 

 

Weitere Infos: Institut Suchtprävention